Geschichte

  1988er GPz900R  




Archivbilder

Diese Bilder wurden mir
von
Kawasaki Motors Europe N.V.
aus Ihrem Archiv
zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank dafür.
 
  Mit freundlicher Genehmigung von Kawasaki Motors Europe N.V.
Bildquelle: global.kawasaki.com
     



Die Erfolgsgeschichte begann, als 1983 die Kawasaki GPz900R (Ninja900) in Kalifornien auf dem Laguna Seca Raceway der Weltpresse vorgestellt wurde. Hier konnte die erste „Ninja“ die überragende Performance unter Beweis stellen. Oft wurde Ihre Vorstellung als Quantensprung in der Motorradtechnik bezeichnet und sie begründete durch ihre außerordentliche  Performance die bis heute erfolgreiche Kawasaki Ninja Typenreihe. Damit ist sie die „die Mutter aller Ninja“ und ein echtes Superbike.

Mit 115 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 245 km/h war sie damals das weltweit schnellste Serienbike und kann auch  heute noch Ihre hervorragenden Fahreigenschaften unter Beweis stellen.

Die Beschleunigung von 0 auf 100km/h war mit 3,6 Sek beeindruckend.

Zum Vergleich: Der damals schnellste Sportwagen, der Ferrari 288 GTO brauchte trotz seiner 400PS von 0 auf 100 km/h 4,9 Sek
und war damit ganze 1,3 Sekunden langsamer.

Das “R“ im Typennamen steht daher für Racing und war eine Kampfansage an alle konkurrierenden Hersteller. Dies wurde auch 1984 in dem TT Production Race auf der Isle of Skye unter Beweis gestellt, wo eine fast unveränderte GPz900R, gefahren von Geoff Johnson den Sieg holte.

Der Grund dafür war die überlegene Technik der GPz900R, die damals jede Konkurrenz in den Schatten stellte. Der 115PS starke wassergekühlte 16V DOHC Vierzylindermotor, mit seitlicher Ansteuerung der Nockenwellen, war der erste seiner Art der damals in ein Serienmotorrad eingebaut wurde. Die Überlegenheit des Fahrwerks basierte in erster Linie auf dem „Diamant-System“-Rohrrahmen in den der Motor als tragendes Element in den Rahmen integriert ist. Gemeinsam mit dem Zentralfederbein dem gestreckten Radstand besitzt die Ninja hervorragend stabile Fahreigenschaften, die damals wegweisend waren.

Das Anti- Dive-System verminderte das Eintauchen der  Gabel beim Bremsen, indem der Bremsdruck auf einen Steuerkolben der Gabel gegeben wurde, der seinerseits die Gabel während des Bremsens versteifte. Die hydraulischen Brems- und Kupplungsleitungen sorgen für eine präzise Bedienung von Kupplung und Bremse mit knackigen Druckpunkten.

Nur einmal, im Jahr 1990 kam es zu einigen technischen Änderungen an der Ninja, so wurde z.B. auf das Anti-Dive-System verzichtet, die Gabel  verstärkt und das Vorderrad von 16“ auf 17“ vergrößert.

Ihre Fahrleistungen überzeugen bis heute und sorgten dafür, dass von diesem Bike seit 1984 60.000 Stück gebaut wurden, davon allein 10.300 für den deutschen Markt. Bis 1993 wurde es in Deutschland angeboten und danach bis 2003 nur noch für den asiatischen Markt in Japan weiter gebaut.

Damit ist die GPz900R wohl das einzige Bike was 30 Jahre lang erfolgreich und fast unverändert produziert  wurde.

Bekanntheit über die Motorradszene hinaus erlangte die Ninja durch den Film Top Gun. Besonders die Szene,  in der Tom Cruise neben der F14 Tomcat auf seiner Ninja fährt, kennt wohl  jeder.

 

Auch heute noch begeistert die erste Ninja weltweit viele Motorradfahrer. Besonders in Deutschland, England und Japan gibt es  große Communitys die dieses Bike weiter pflegen und fahren. Außerdem werden die Ur-Ninjas auch für Tuning und Umbaumaßnahmen genutzt, bei denen ebenfalls hervorragende Ergebnisse zu bewundern sind.

 

Dieses Bike wird trotz seines Alters von bis zu über 30 Jahren noch lange Freude bereiten und in der Motorradszene zu finden sein.

 

Die GPz900R (Ninja900) ist und bleibt die „Mutter aller Ninja“ und kann schon lange mit Recht als echter Klassiker bezeichnet werden.